Dennis Oesterwinter

Videosprechstunde / Videotherapie(-sitzung)

Was ist eine Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung)?

Eine Videosprechstunde und Videotherapie(-sitzung) sind moderne Formen der Patientenversorgung im Rahmen der sogenannten Telemedizin oder auch eine telemedizinsch gestützte Betreuung von Patienten. Die mittlerweile auch Teletherapie genannte Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) stellt in der heutigen psychotherapeutischen Versorgung von Patienten eine sehr sinnvolle Hilfe dar – Patienten müssen nicht für jeden Termin in der Praxis erscheinen.

Wem steht die Videosprechstunde / Videotherapie(-sitzung) zur Verfügung?

Die Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) steht bei mir allen Patienten und Bezugspersonen zur Verfügung. Insbesondere in Elterngesprächen (mit beiden, häufig auch kinderbetreuenden, Elternteilen) und auch in der von der Kontaktbeschränkung geprägten Corona-Krise hat sich die Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) als ein probates Mittel zur Sicherstellung der Patientenversorgung erwiesen und wird in meiner Praxis vielfach genutzt. Eine Videosprechstunde ist zudem als adjuvantes und vorübergehendes Mittel für jede Indikation und jedes Störungsbild geöffnet.

Welche Vorteile bietet eine Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung)?

Eine Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) erweitert technologisch das ambulante psychotherapeutische Angebot und erhöht die Patientenversorgung und -sicherheit durch eine bessere ortsunabhängige und zeitersparende Erreichbarkeit und Verfügbarkeit von psychotherapeutischer Betreuung und Behandlung. Der Vorteil einer Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) liegt dabei eindeutig in der visuellen Versorgungssicherheit der Patienten– insbesondere in unsicheren Zeiten (z. B. Corona-Krise). Der persönliche Kontakt zwischen Psychotherapeut und Patient bleibt dabei unverzichtbar.

Wie läuft eine Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) ab?

Eine Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) ist einer Sitzung in der Praxis sehr ähnlich. Das gemeinsame ‚Beisammensein‘ und ‚Gespräch‘ finden am Bildschirm statt – hierbei befindet sich der Psychotherapeut in der Praxis und damit in einem geschlossenen Raum, der eine angemessene Privatsphäre sicherstellt. Zu Beginn der Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) findet auf beiden Seiten (Psychotherapeut und Patient) eine Vorstellung aller im Raum anwesenden Personen statt. Vor und im Rahmen der ersten Videosprechstunde kläre ich alle Patienten über die Datenschutzbestimmungen und technischen Besonderheiten auf.

Wie funktioniert Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung)?

Eine zertifizierte Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) ist über jedes Tablet, iPad, Smartphone (z. B. iPhone) oder einem Laptop möglich. Jedes Gerät benötigt eine ausreichende Internetverbindung (>1GB für 50min), Mikrofon, Lautsprecher oder besser Headset/Kopfhörer und Kamera. Aufzeichnungen jedweder Art sind dabei nicht gestattet. Ich bitte alle Patienten, für einen ‚sicheren‘ und ‚ruhigen‘ Raum zu sorgen, der zeitweilig für eine Sitzungslänge eine vertrauliche Umgebung mit guter Ausleuchtung sorgt.

Wie wird eine Videosprechstunde oder Videotherapie abgerechnet?

Die Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) steht allen Patienten zur Verfügung. Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen hierfür die Kosten. Bei privat versicherten Patienten sind ebenfalls die einschlägigen Gebühren berechnungsfähig; ebenso für Patienten, die einen Beihilfe-Anspruch haben, sind Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) über einen zertifizierten Videodienstanbieter beihilfefähig.

Wie sicher ist eine Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung)?

Nach Maßgabe der Vereinbarung über die Anforderungen an die technischen Verfahren zur Videosprechstunde (gemäß Anlage 31 b zum Bundesmantelvertrag – Ärzte SGB V) finden sich Bedingungen, die einen störungsfreien Ablauf unter den aktuellsten Datenschutz- und Datensicherheitsbestimmungen sicherstellen. D. h. für jeden Patienten, dass Psychotherapeuten nur von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zertifizierte Anbieter nutzen dürfen. Ich benutze nur Anbieter, die diesen Kriterien entsprechen und eine technische Umsetzung bzw. Durchführung ermöglichen. In den meisten Fällen wird entweder eine Peer-To-Peer-Verschlüsselung (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung) oder eine entsprechend sichere SSL-Verbindung genutzt. Alle Daten sind während des Gespräches von Dritten nicht einsehbar. Zudem werden alle anonymisierten Metadaten nach 3 Monaten vom Videodienstanbieter gelöscht. Sofern sind die Vorgaben an den Datenschutz und die Datensicherheit, haftungsrechtlichen Maßgaben und die Qualitätsanforderungen an eine gewissenhafte Leistungserbringung in meiner Praxis erfüllt.

Von mir genutzter zertifizierter Videodienstanbieter:

  • RED connect (RED Medical Systems GmbH – Lutzstraße 2, 80687 München)

Einverständniserklärung oder Einwilligungserklärung zur / für die Videotherapie

Für die Durchführung einer Videosprechstunde oder Videotherapie(-sitzung) benötige ich in jedem Fall vorab eine vollständig ausgefüllte Erklärung für den Videodienstanbieter. Diese wird der Patientenakte beigefügt. Bei minderjährigen Patienten benötige ich zudem die Unterschrift der Personen- und Sorgeberechtigten.

Zuletzt aktualisiert am 19.09.2020